Käptn Peng (2) Gedichte (das etwas andere Interview)

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  • Käptn Peng (2) Gedichte
    03:57
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Pandemie. Nein, Poesie!
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Wunst kommt von wönnen

Käptn Peng (Robert Gwisdek) – Vom Wert des Dichtens nach Auschwitz und Ernst Jandl sowie Beginnen und Verwandeln im Hier und Jetzt.

Nachdem wir euch im Januar die Musik von Käptn Peng & Konsorten in unserer Albumpräsentation-Sendung schmackhaft gemacht haben, wollten wir mehr darüber erfahren, was das für ein Mensch ist, der da hinter diesen abgründig intelligenten poetisch-philosophischen Texten steckt – und wie der so tickt in einem spontanen Gespräch. Dazu haben wir das Konzert von Käptn Peng & Die Tentakel von Delphi im Salzburger Rockhouse besucht – und sind dem multikreativen Wortwetzmeister Robert Gwisdek vorab im Backstage mit dem Aufnahmegerät zu Geiste gerückt. Was dabei Erstaunliches zustande kam, das veröffentlichen wir nunmehr auf vielfachen Wunsch auch allhier zum gefälligen Download – in drei fein garnierten Portionen:

-> Käptn Peng (1) Einfälle (Spontane Textassoziationen und Sockosophisches)

-> Käptn Peng (2) Gedichte (Begriffsklärungen und Wert des Gedichteschreibens)

-> Käptn Peng (3) Kreativität (Kindliches und Erwachsenes im Produktionsprozess)

käptn_peng_live

Der Natur unseres etwas anderen Kunnst-Biotops gemäß wollten wir sowieso kein weiteres alltägliches 0815-Interview erzeugen, sondern vermittels eigens zubereiteter Textzitate und durch assoziatives Nachfragen dem Wesen hinter all den Masken und Verwandlungen auf die Spur kommen. Chapeau! 😀 Der Käptn erwies sich dabei als kongenial verspielter Gesprächspartner, der voll spontanistischer Denk- und Gestaltungsfreude ein verbales Feuerwerk aus ironischem Wordrap und tiefsinniger Betrachtung entzündete, dass es eine wahre Freude war. Dies sei euch hiermit nicht mehr länger vorenthalten – und zum gedeihlichen Nachhören wie auch zum fröhlichen Weiterverwursten entschiedenst anempfohlen! Denn die letzten Interviewgäste, die uns auf vergleichbarem sprachlichem Niveau soviel (im besten Sinne) Spaß machten, waren der Dramatiker und Festspielintendant Thomas Oberender (Kulturgespräch 2011) sowie die Regie-Abschlussklasse der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ aus Berlin (Gastspiel 4.48 Psychose 2009). Und Niveau ist – wie wir wissen – keine Hautcreme!

Für das feine Live-Foto danken wir Ohrenkitsch vom Blog „Die Welt ist mein Zuhause“

fuchs_sein_fetzt

Zum Schluss verweisen wir noch auf unsere letzte Nachtfahrt-Perlentaucher-Sendung mit dem sinnigen Titel „Zwischen Leben und Überleben“, in der alle drei Interview-Teile erstmals dramaturgisch einverwoben wurden. Und auch auf Robert Gwisdeks am 8. März erscheinenden Debütroman „Der unsichtbare Apfel“, über den man bereits folgendes erfährt: Igor ist ein merkwürdiges Kind. Er berührt Dinge, um sie zu verstehen, malt Kreise auf Hauswände und sortiert Schachteln in Schachteln ein. Während er älter wird, übt er das Schmelzen, entdeckt das Nichts und bezweifelt die Endlichkeit. Er verliebt sich und trägt eine Last, die zu schwer ist, er trifft auf den Tod und versucht schließlich, hundert Tage ohne Licht und Geräusche zu verbringen. Seine Reise führt ihn an die Grenzen der Vernunft und verändert seine Wahrnehmung der Welt für immer.

„…und verstand, mein Gott, ich bin der Fluss nicht das Floß!“ (Käptn Peng)

4 Kommentare

  1. Ich war nie esoterisch veranlagt, aber immer auf der Suche nach Sinn, Authentizität und Glück und die letzten Jahre stand ich mit beiden Beinen immer fester am Boden. Vor 1.5 Monaten begann ich, eine nahende große Phase der Veränderung zu riechen, das war mir vorher nie passiert. Es hat mich dann trotzdem sehr überrascht, als das Leben vor etwa 3 Wochen damit begonnen hat, mich gewaltigst zu stürmen.
    Mein Herz war kurz vorm Bersten, ich konnte nur noch aufnehmen, nicht mehr abschalten.
    Hatte Angst, den Verstand zu verlieren.
    Und dann fiel mir, keine Minute zu früh, „Expedition ins O“ in die Hände.
    Hat mich abgeholt, wo ich stand und mir wieder etwas mehr Ruhe gegeben.
    Mein Leben ist immer noch extrem intensiv und ich fürcht mich immer noch ziemlich angesichts dieser schrecklich spitzenmäßigen Veränderung, aber ich habe erkannt, dass dieser Weg nicht unbedingt in den Wahnsinn führen muss.
    Werde anfangen zu meditieren und lasse mir Zeit, Rückzug ist keine Option mehr.

    Weiß nicht, wie es mir ohne diesen wundervollen Leitfaden heute ginge, darum ein großes, herzliches Danke!

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