• A - Z: 82 Jazz vom Feinsten mit Manfred Schoof
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Musikalische Stationen seiner einzigartigen Karriere waren die Kurt Edelhagen Band, das Clarke-Boland Orchestra, die George Gruntz Concert Band, und das European Jazz Ensemble. Die Rede ist von Manfred Schoof.

Sie hören die Stücke der Schallplatte „Distant Thunder“ enja 2066.

Manfred Schoof ist ein deutscher Jazztrompeter, der 1936 in Magdeburg geboren ist.
Manfred Schoof studierte 1955 – 1957 an der Musikakademie Kassel, 1958 – 1963 an der Hochschule für Musik Köln, wo er als Instrumentalist, Dirigent und Arrangeur ausgebildet wurde. Seit 1972 ist er musikpädagogisch tätig und wurde 1990 Professor an jener Musikochschule an der er selbst studiert hatte nämlich in Köln.

Er spielte zunächst bei Fritz Münzer und Gunter Hampel. Seine erste Gruppe gründete er 1965; diese war maßgeblich an der Entwicklung des Free Jazz in Europa beteiligt. Schoof arbeitete mit Künstlern wie Albert Mangelsdorff, Peter Brötzmann, Mal Waldron, Irène Schweizer, der Kenny Clarke, dem Gil Evans Orchester, den German Allstars und dem George Russsell-Sextett zusammen. Außerdem wirkte er im Globe Unity Orchestra mit.

Nach einigen Jahren mit seinem New Jazz Trio, das er auch mit einem gekonnt improvisierenden Streichquintett kombinierte, gründete er 1975 sein zweites Quintett, zu dem neben dem Luxemburger Bassklarinettisten Michel Pilz und dem niederländischen Keyboarder Jasper van’t Hof die Rhythmusgruppe des klassischen Albert-Mangelsdorff-Quintetts (Günter Lenz und Ralf Hübner) gehörten. Die mit diesem Quintett eingespielte Platte „Scales“ wurde 1977 mit dem Großen Deutschen Schallplattenpreis ausgezeichnet. 1980 erhielt Schoof den 1.Preis der Union Deutscher Jazzmusiker. In jenem Jahr gründete er das Schoof-Orchester und begann 1982 eine mehrjährige Zusammenarbeit mit dem Pianisten Rainer Brüninghaus. Seit 1987 ist er Mitglied der George Gruntz Concert Jazzband und des European Jazz Ensemble. Von 1996 an spielte er mit Albert Mangelsdorff, Klaus Doldinger, Wolfgang Dauner und Eberhard Weber in der Allstarformation Old Friends.

Schoof war Interpret verschiedener Werke der Komponisten Bernd Alois Zimmermann (u.a. „Die Soldaten“) und Johannes Fritsch. Weiterhin komponierte er zahlreiche Film- und Fernsehmusiken, unter anderem zur WDR-Erfolgsserie Der Spatz vom Wallrafplatz. Außerdem ist er an der musikalischen Gestaltung der Sendung mit der Maus beteiligt.
Manfred Schoof war seit 1981 Dozent für Trompete und Jazz-Geschichte an der Kölner Musikhochschule. Er ist Mitglied im Aufsichtsrat der GEMA. Er ist im Vorstand der Union Deutscher Jazzmusiker.

Pionier des Free-Jazz:
Während seiner Karriere hat Schoof an zahlreichen Platteneinspielungen mitgewirkt. 1977 bekam er den „Großen deutschen Schallplattenpreis“ für die Platte „Scales“ des Manfred Schoof Quintetts und 1980 wurde mit dem 1. Preis der Union Deutscher Jazzmusiker für die LP „The Early Quintett“ ausgezeichnet. Für sein Engagement für den Jazz in Deutschland wurde Manfred Schoof im Dezember 2006 das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. In der Laudatio heißt es, dass seine Auftritte in aller Welt „ein wesentlicher Beitrag zum Entstehen eines attraktiven Deutschlandbildes in einer Musiksparte, die die Menschen allgemein mit Offenheit und Freiheit verbinden“ waren und sind.