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  • museumsquartier in wien klagt helmut seethaler - doku
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der wiener zettelpoet helmut seethaler ( http://www.hoffnung.at/hoffnung/indexneu.html ) kam um gestoppte 2 (zwei) minuten zu spät in den verhandlungssaal (101 im wiener landesgericht). die richterin hatte zuvor schon die nichtanwesenheit des angeklagten zu prozessbeginn in’s prottokoll diktiert.
es geht um 13 steinplatten vor dem museumsquartier ( http://www.mqw.at/ ), die angeblich von dem literaten, in der zeit vom 30.10.2009 bis 02.11.09, sachbeschaedigt wurden.
der angeklagte besteitet dies, ausserdem was er mache sei ja kunst.
die richterin ruft daraufhin einen zeugen (j.)auf, der ist jedoch schon die ganze zeit im gerichtsaal, da die richterin vergessen hatte die zeugen aus dem raum zu verweisen. auch danach unterlaesst sie es. er gibt an, dass er die beschmierungen entdeckte. obwohl er mit einem spezialreinigunsmittel ausgeruestet war (antigraffitimischung), konnte er die platten leider nicht zur gaenze reinigen. an 2 (zwei) stellen sei sie immer noch sichtbar. da muessen wohl neue platten her, das stueck fuer ca. 300,-€.
helmut seethaler verfolgt die aussage mit einem laecheln im gesicht, was die richterin auch flugs in’s protokoll aufnehmen laesst.
danach kommt der sachverstaendige ( http://www.sachverstaendige.at/sr_allg_verhaltensgrund.html ) zu wort.
auch er spricht von beschmierungen. wortreich erklaert er dem gericht, das er keine handschriftproben vom angeklagten erhalten habe. dafuer wurde er von ihm eingeladen vor ort einen vergleich zu machen. seethaler beschrieb eine steinplatte vor dem muqua. da waere eine genaue uebereinstimmung nicht zu tage getreten, aber, DIE FORMEN STIMMEN UEBEREIN. da wird er’s schon gewesen sein. ausserdem bemerkte er immer wieder, dass ……… da immer die presse dabei war …….. .
um 11:32, also nach exakt 30 minuten verhandlung verliest die richterin das urteil ( 2 monate gefaengnis – bedingt auf drei jahre und die bezahlung der prozesskosten), dass sie bereits ausgedruckt in der hand haelt.
bleibt fuer mich nur die frage offen wozu wurde da ueberhaupt verhandelt, wenn das urteil schon vorher feststand?

im audiobeitrag die ersten spontanen reaktionen des wiener zettelkuenstlers und ein kurzes interview.

ein beitrag von herby loitsch.

wenn aber rassismus und nationalsozialismus im spiel ist gehen die uhren anders. siehe:

http://kulturpolitik.t0.or.at/txt?tid=8babf6c99899c3185c1bb6825a686a7e

http://schoenfeldjohanna.viennablog.at/2007/05/21/die-hauptstadt-der-rassistischen-beschmierungen

http://www.deserteursberatung.at/article/436/

http://volksgruppen.orf.at/diversity/stories/48094/