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WEGSTRECKEN, Folge 133, 15. Dezember 2009

Vorerst Berichte über Aktionen Verein Fahrgast bzw. ProBahn Österreich rings um den 11.12.

AUSTRO-TAKT 2020 für Bahn & Bus ist wirksamster Klimaschutz

Die Fahrgastvertretung probahn ÖSTERREICH (www.probahn.at) nahm die Klimaschutzkonferenz in Kopenhagen und den Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2009 zum Anlass, um durch Aktionen in den Bundesländern von der Bundesregierung, aber auch von den Landeshauptleuten wirksame Maßnahmen für den Klimaschutz einzufordern.

Hauptforderung von probahn ist die Umsetzung eines INTEGRALEN TAKT-FAHRPLANES = AUSTRO-TAKT 2020, den es in einem Stufenplan zu erreichen gilt.

FAHRGAST OÖ: Im „Großen“ fordern wir einen integrierten Taktfahrplan, d.h. die Fahrpläne aller Züge und Busse sind aufeinander abgestimmt. Jeder Kunde weiß: „Mein Zug/Bus fährt immer zur Minute zB :12 und ich kann immer passend umsteigen !“

Das ist in der Schweiz eine Selbstverständlichkeit und wurde von (ober-)österreichischen Politikern schon des öfteren in der Schweiz bei Exkursionen begutachtet. Umgesetzt gehört es nun endlich auch in Österreich !

Im „Kleinen“ sind wir für den weiteren Betrieb und die Attraktivierung der Haager Lies und die Beschleunigung der Mühlkreisbahn !

Die PendlerInnen im Hausruck Richtung Lambach u. Wels werden leider völlig im Stich gelassen.
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unsere Homepage:
www.fahrgast-ooe.at

unsere Zeitung:
www.regionale-schienen.at

www.probahn.at

Abgesehen von einer Aktion am Linzer Hbf gab es ab 11.12. auch einen Presse- u. Fototermin bei der ÖBB Haltestelle Gampern. Anlass: Der Entfall der meisten Regionalzug- bzw. REX-Halte in dieser Haltestelle ab 13.12.2009
Dazu Ausschnitte aus dem Flugblatt einer BürgerInneninitiative sowie von Verein Fahrgast OÖ –
Peter Baalmann.
Auslöser für den Entfall der meisten Personenzughalte in Neukirchen-Gampern sind zusätzliche Schnellzugtrassen auf der Westbahn zwischen Wien und Salzburg, die zusätzliche Überholvorgänge erfordern und gleichzeitig den zeitlichen Spielraum des Regionalverkehrs einengen.

Vater und Tochter getötet – 15 Monate Gefängnis für Raser

RIED/INNKREIS. Jener 24-jährige Autolenker, der heuer am Vatertag in Mühlheim am Inn einen Radfahrer und dessen vierjährige Tochter tödlich gerammt hatte, muss ins Gefängnis.

Der 34-jährige Vater aus Mühlheim am Inn war am Sonntag, dem 14. Juni, mit seiner vierjährigen Tochter Kerstin mit dem Rad zu einem Badesee unterwegs gewesen, als sich mit hoher Geschwindigkeit zwei Pkw näherten, die sich ein Rennen lieferten.

Der angeklagte Innviertler musste sich gestern vor dem Landesgericht Ried wegen fahrlässiger Tötung unter besonders gefährlichen Verhältnissen verantworten. Bei der Heimfahrt von einem Imbissstand sei ihm ein anderes Auto knapp aufgefahren und habe ihn überholt, sagte der Angeklagte aus.

„Das hat mich so geärgert, dass ich mich auf ein Rennen eingelassen habe.“ Laut einem Sachverständigen waren die beiden Lenker mit 130 Stundenkilometern auf der Landstraße unterwegs. Dabei geriet der 24-jährige Innviertler ins Schleudern und rammte Vater und Tochter nieder. Beide starben noch an der Unfallstelle.

Weil der Lenker nach dem Unfall einen fahrigen Eindruck gemacht hatte, machten Polizisten einen Drogentest. Er selbst gab zu, am Tag vor dem Unfall Cannabis geraucht zu haben. Laut einem gerichtlichen Sachverständigen hatte aber der Drogenkonsum am Vorabend keinen Einfluss mehr auf den Unfallzeitpunkt, was sich auch durch den Schock nach dem Unfall erklären lasse.

Der 24-Jährige absolviert nun eine Therapie. Er leide an Depressionen, weil er mit seiner Schuld nicht fertig werde, sagte er. Die Lebensgefährtin des Unfallopfers ist ebenfalls in einer Psychotherapie. Der Richter verurteilte den Innviertler zu 15 Monaten unbedingter Freiheitsstrafe –, „weil es einfach nicht geht, ein derart unverantwortliches Verhalten an den Tag zu legen.“ Der Lebensgefährtin wurden 10.000 Euro Teilschmerzensgeld zugesprochen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig
(aus den OÖN 12.12.2009)

Bures: Bis 2014 keine Langsamfahrstellen mehr. Verkehrsausschuss behandelt Bericht der Schienen-Control =

Wien (PK) – Verkehrsministerin Doris Bures kündigte heute im
Verkehrsausschuss anlässlich der Behandlung des Tätigkeitsberichts
der Schienen-Control GmbH 2008 an, dass es bis zum Jahr 2014 im Netz
der ÖBB keine Langsamfahrstrecken mehr geben werde. Dieses Thema war
zuvor in der Debatte vor allem von den Abgeordneten Erich Tadler,
Christoph Hagen (beide B), Mario Kunasek (F), Gabriela Moser (G) und
Ferdinand Maier (V) angesprochen worden, die im Wesentlichen auch
mehr Pünktlichkeit bei der ÖBB forderten. Bures wies auf den
Nachholbedarf bei Schienen-Infrastrukturinvestitionen hin und gab zu
bedenken, ohne entsprechende Erneuerung der Infrastruktur würde es
jährlich zusätzlich 80 bis 100 Langsamfahrstellen mehr zu den bereits
bestehenden 320 geben. Es werde aber auf Hochdruck gearbeitet, die
Abwicklung der Baustellen auf der Schiene sei aber ungleich
schwieriger als auf der Straße.

Der Abgeordneten Christiane Brunner (G) gegenüber, die an die
Klimaschutzpolitik erinnerte, stellte die Ministerin fest, die ÖBB
sei das Klimaschutzprojekt schlechthin. 3,4 Mio. Tonnen an CO2-
Ausstoß würden pro Jahr durch die Schieneninfrastruktur verhindert.
Auch was die Verlagerung des Güterverkehrs auf die Bahn betrifft,
liege Österreich mit einer Quote von 30 % im europäischen
Spitzenfeld. Als Beitrag zum Klimaschutz wertete Bures auch die
Ökologisierung der LKW-Maut, die ab 2010 nach dem Schadstoffausstoß
gestaffelt wird.

Der Tätigkeitsbericht wurde einstimmig zur Kenntnis genommen.

Sämtliche Oppositionsanträge vertagt

Auf der Tagesordnung stand weiters eine Reihe von Anträgen der
Oppositionsparteien, die unter einem verhandelt und durchwegs mit den
Stimmen der Regierungsparteien vertagt wurden. Abgeordnete Gabriela
Moser (G) verlangte namens ihrer Fraktion eine Änderung des
Öffentlichen Personennah- und Regionalverkehrsgesetzes (15/A), eine
Intervallverdichtung auf der S 7 (136/A(E)), eine Kooperation der ÖBB
mit den Tourismusbetrieben (372/A(E)) sowie mehr Gerechtigkeit bei
der Bundes-Mitfinanzierung von Öffi-Infrastruktur durch ein eigenes
Bundesgesetz (662/A(E)). Weiters trat Moser in Entschließungsanträgen
für ein Nein zum Cable-Liner am neuen Wiener Hauptbahnhof ein
(757/A(E)), verlangte mehr Fahrgastrechte für Öffi-Pendler,
insbesondere Entschädigungen bei Unpünktlichkeit und verpassten
Anschlüssen (788/A(E), und plädierte insgesamt für eine Ausweitung
der Fahrgastrechte nach dem Vorbild anderer europäischer Staaten
(851/A(E).

Bei der FPÖ wiederum drängte Abgeordneter Werner Neubauer auf die
Ausweitung der ÖBB-Aktion „7 Euro-Senioren-Ticket“ (336/A(E)) und die
Aufrechterhaltung der Direktzugsverbindung von Linz nach Graz
(762/A(E)). Sein Fraktionskollege Wolfgang Zanger (F) deponierte in
seiner Initiative die Forderung nach Neuregelung des ÖPNRV inklusive
einer Aufrechterhaltung der Buslinie 890 der steiermärkischen
Landesbahnen (345/A(E)), während sich Abgeordneter Harald Vilimsky
(F) für die Schaffung eines Österreich-Tickets einsetzte (495/A(E)).
(Auszug Meldung APA_OTS 01.12.2009)

PRESSEINFORMATION zu „BERCHTESGADNER LAND BAHN“

Betriebsübernahme am 13. Dezember mit Ersatzzügen und Bussen

Aufgrund der fehlenden Zulassung der fünf bestellten FLIRT kommt bei der Berchtesgadener Land Bahn ab 13. Dezember ein Ersatz-Konzept zum Tragen. Zwischen Freilassing und Bad Reichenhall werden Züge von anderen deutschen Bahn-Unternehmen eingesetzt. Eine Durchbindung dieser Züge nach Salzburg ist nicht möglich. Zwischen Bad Reichenhall und Berchtesgaden gibt es einen Schienenersatzverkehr mit Bussen von DB Bahn Oberbayernbus (RVO).

„Diese Situation war leider bis Anfang dieser Woche nicht vorhersehbar. Wir haben fix mit einer Zulassung der bei Stadler bestellten FLIRT durch das Eisenbahn-Bundesamt gerechnet“, erklärt Arnulf Schuchmann, Geschäftsführer der Berchtesgadener Land Bahn. „Erst in den letzten Tagen hat sich abgezeichnet, dass verlangte Nachweise nicht zufriedenstellend erbracht werden konnten und bis Sonntag nicht mehr nachgereicht werden können“, so Schuchmann weiter. „Durch die langjährige Erfahrung aller Beteiligten und die gute Zusammenarbeit mit anderen Bahn-Unternehmen konnte jedoch in kurzer Zeit ein Ersatz-Betriebskonzept auf die Beine gestellt werden“.

Ersatzkonzept: Fahrzeiten bleiben gleich

„Die gute Nachricht für unsere Fahrgäste ist, dass sich der Fahrplan zwischen Berchtesgaden und Freilassing nicht ändern wird. Nur die Fahrzeuge werden andere sein“, sagt Schuchmann. Allerdings wird es keine Durchbindung nach Salzburg geben, da die eingesetzten Ersatz-Züge keine Genehmigung für das österreichische Netz haben. Den hierfür von den ÖBB anzumietenden Talent, kann die ÖBB nicht mehr zur Verfügung stellen.

Auf der Strecke Freilassing – Bad Reichenhall kommen fünf Ersatzfahrzeuge zum Einsatz: ein FLIRT der cantus Verkehrsgesellschaft, zwei Regio-Shuttle der Regentalbahn und zwei Desiro der Vogtlandbahn. „Um die Unannehmlichkeiten für die Fahrgäste so gering wie möglich zu halten, steht in den ersten Tagen an jeder Haltestelle ein Zugbegleiter für Fragen zur Verfügung“, erläutert Schuchmann. Auch in jedem Zug wird, wie vorgesehen, ein Schaffner mitfahren.

Zwischen Bad Reichenhall und Berchtesgaden ist ein Schienen-Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Hier gibt der Busfahrer die gewünschte Auskunft. In Bad Reichenhall hat der Bus gleich Anschluss an den Zug nach Freilassing. In der Gegenrichtung gilt dasselbe. „Erst nach den Erfahrungen der ersten Tage können wir sagen, ob der Fahrplan des Schienenersatzverkehrs angepasst werden muss“, fasst Schuchmann zusammen.

Service-Hotline eingerichtet

Allen Fahrgästen steht für Fragen die Service-Hotline der BLB rund um die Uhr zur Verfügung: aus Deutschland: 0180/123 123 6, aus Österreich: 0662/44 801 500.

Weitere Informationen: http://www.blb.info/

Zu den Vor- und Nachteilen der neuen Fahrpläne der BLB aus Zeitgründen das nächste Mal.

Das Pöstlingbergbahnmuseum ist heuer nochmals am 19. und 20.12. von 10 bis 16 Uhr geöffnet.
Im nächsten Jahr öffnet das Pöstlingbergban-Museum wieder vom 1. März bis 1. November,
jeweils an Samstagen, Sonn- und Feiertagen von 10 bis 16 Uhr.

Gruppen ab 10 Personen können das Museum auch außerhalb der üblichen Öffnungszeiten
besuchen. Eine Voranmeldung zwei Werktage vor dem gewünschten Termin ist allerdings
erforderlich.

Richtigstellungen, Anmerkungen und inhaltliche Verfeinerungen:

In der letzten Sendung war infolge Betriebsblindheit und nicht ausreichender Vorbereitungszeit zweimal ohne nähere örtliche Hinweise von der Donau-Ufer-Bahn die Rede: Vorerst ging es um die Einstellung des Personenverkehrs zwischen Sarmingstein und Emmersdorf, das seit 13.12.2009 wiederum im SchülerInnen- und Erlebniszugverkehr von Krems aus bedient wird – auch wenn es vorerst nicht so aussah, wird laut aktuellem ÖBB-Fahrplan die Strecke also wieder bis Emmersdorf befahren, BMin Bures sprach sogar davon, dass ab 2010 bis Emmersdorf im Stundentakt gefahren werde. Derzeit reicht dieser Takt allerdings nur von Krems bis Spitz/Donau.)
Die saisoniert geführten Erlebniszüge zwischen Linz und Krems gehören jedenfalls der Vergangenheit an. Eine der schönsten Eisenbahnstreckenabschnitte wird nicht mehr befahren. Die mit dem Neuen Austro Takt 1991 vorgenommene Vertaktung der gesamten Strecke St. Valentin – Krems mit entsprechendem täglichem Angebot wurde in späteren Jahren schrittweise zurückgenommen, bis nur mehr ein Erlebniszugpaar und eine völlig heruntergekommene Strecke übrig geblieben war. Der Landstrich vom Strudengau bis zum Eingang in die Wachau ist noch ein Stück mehr zur Ödnis im ÖV verkommen.

Zu „insidermäßig“ war mein Hinweis auf die de facto-Einstellung des Personenverkehrs auf der Schiene durchs Gesäuse. Also: Das Gesäuse ist ein Gebirgsabschnitt im steiermärkischen Ennstal zwischen Admont und Hieflau. Schon seit September verkehrt ab Kleinreifling bzw. Weißenbach-St. Gallen bis Selzthal nur mehr ein Zugpaar an Wochenenden und Feiertagen. Der Rest wird mit Bussen abgewickelt, die Qualität der Ersatzbeförderung ist umstritten, Selzthal als Bahnknotenpunkt wird von den Bussen nicht bedient, dafür muss – auch Richtung Linz oder Graz – in Liezen umgestiegen werden, was die Reisezeit deutlich verlängert, ggf. kann aus/Richtung Kirchdorf und Linz schon in Ardning umgestiegen werden.
Kleinreifling im oö. Ennstal wird von Amstetten (Fahrplanbild 130) sowie von St. Valentin und Steyr kommend entlang der Enns (Fahrplanbild 131) weiterhin regelmäßig erreicht und dient auf den genannten Strecken vorwiegend als End- bzw. Ausgangsbahnhof für die Rückrichtungen. Nur wenige Züge fahren in entgegen gesetzter südlicher Richtung im Ennstal bis Weißenbach-St. Gallen weiter bzw. kommen von dort. Und darüber hinaus, Richtung Hieflau, Gesäuse und Selzthal verkehrt nur mehr das berühmt berüchtigte „Erinnerungspaar“.
Nach der Haltestelle „Kummerbrücke“ – im Gesäuse – und dem Bahnhof Schönau an der Enns verschwinden nun auch die Bahnhöfe Landl und Großreifling aus dem Fahrplanbild, diese werden vom verbliebenen Zugpaar nicht mehr bedient.

Dazu schreiben die ÖBB unter „Streckeninformation“ auf ihrer Homepage:

„Bahnausbau für den Güterverkehr im Gesäuse“
Durch das Konjunkturpaket der Bundesregierung können die ursprünglich erst im Sommer 2010 vorgesehenen Bauarbeiten für Gleisneulagen zwischen den Bahnhöfen Weißenbach und Hieflau nun schon im Winter 2009/2010 vorgenommen werden. Mit den Gleisneulagen müssen die Bahnsteige völlig abgetragen werden, und eine Neuerrichtung ist aus wirtschaftlicher Sicht wegen zu geringer Zugfrequenzen nicht gerechtfertigt. Reisezüge können aus diesem Grund ab 13. Dezember 2009 in Landl und Großreifling nicht mehr halten.“ Nach Großreifling und Landl kommt man jetzt unter der Woche mit dem Postbus und am Wochenende sowie an Feiertagen mit einem Rufbus (Buslinie 923, Steiermärkischer Verkehrsverbund). Falls jemand auf die absurde Idee kommen sollte, die Strecke auch wieder verstärkt für Personenverkehr zu nützen: Pech gehabt, schließlich sind ja die ÖBB das Maß aller Dinge.

Korrektur: D 966 nach München – mit Wagensatz bereits ab Kleinreifling an Werktagen – verkehrt natürlich ab Garsten (da ist mir Steyr dazwischen gekommen).

Eine Richtigstellung bzw. Verfeinerungen zu meinen in der Sendung aus dem Gedächtnis abgerufenen Informationen über den Schnellzugverkehr auf der Westbahn Wien – Salzburg. ÖBB-IC gibt es je einmal über Salzburg hinaus bis/ab Klagenfurt bzw. nach Innsbruck über Zell am See. Was sonst über Salzburg hinaus Richtung Villach bzw. vor allem Richtung Innsbruck verkehrt, ist wenigstens ÖBB-EC.
Meine Behauptung, es gäbe ÖBB-IC von Wien nach Bregenz, war also falsch. Allerdings verkehren ab 13.12. ÖBB-EC-Zugpaare nach Innsbruck bzw. Bregenz, die zwischen Wien und Salzburg tatsächlich alle IC-Halte bedienen, insofern war meine Aussage zwar hinsichtlich der Zuggattung eindeutig falsch, jedoch angesichts der Halte durchaus nicht abwegig.
Von den zwei eingangs genannten Ausnahmen abgesehen, verkehren also ÖBB-IC bzw. IC, die auf der Westbahn in OÖ unterwegs sind, nur zwischen Salzburg (bzw. Attnang, Linz) und Wien.

BLICK NACH VORN IM ZORN

Mein Bekannter Hayk Pöschl stellte mir gegenüber kürzlich fest, dass er es nicht sehr kunden- und kundinnenfreundlich findet, wenn zwei Tage vor Fahrplanwechsel an bedeutsamen Bushaltestellen kein Hinweis auf den bevorstehenden Fahrplanwechsel bzw. auf darin enthaltene Änderungen bzw. etwaige Informationsquellen vorzufinden ist bzw. dass auch in den von ihm in und aus Richtung Oberes Mühlviertel frequentierten Bussen keine diesbezügliche Information ausgegeben wurde.

Ich habe ihm daraufhin geraten, er solle seine Kritik weiterleiten, z.B. an den OÖVV. Rechtzeitige Information vor Ort ist gerade bei für Fahrgäste wesentlichen Änderungen ein unverzichtbarer Bestandteil oder besser gesagt: sollte es sein. Woran liegt es also, wenn das nicht geschieht?

Zum Teil liegt es sicher an nicht ausreichenden personellen Kapazitäten, beginnend bei Verkehrsplanung, Fahrplanerstellung – beim Postbus in OÖ schaut es da nicht sehr gut aus – bis hin zum Verkehrsverbund als Schnittstelle und Ver- bzw. Bearbeitungsinstrument der Fahrpläne, die vor allem im Busbereich häufig noch in letzter Sekunde Änderungen erfahren und letztlich den Verkehrsunternehmen bzw. deren Bediensteten, die ja vor Ort mit den KundInnen zu tun haben.

Nun ist also die Haager Lies de facto eingestellt, ein SEV ab 13.12. eingerichtet. Doch wer am 13. Dezember auf der Homepage der ÖBB bzw. bei Stern & Hafferl als Besitzerin bzw. vormaliger Betreiberin der Bahnstrecke Nachschau halten wollte wegen eines Fahrplanes, stieß auf ein Informationsloch: „Einstellung des Zugverkehrs mit 13.12.2009, Schienenersatzverkehr in Ausarbeitung“ hieß es bei den ÖBB im Text zum ehemaligen Fahrplanbild 162, bei Stern & Hafferl wurde man auch nicht klüger.

Zwar waren die Buskurse in der Einzelabfrage abrufbar, für gesammelte Informationen musste man jedoch schon auf ein gewisses Fachwissen zurückgreifen, z.B. durch Eingabe der Linien-Nummer des Postbusses, auf der die SEV-Kurse fahren. Oder durch Suche auf der OÖVV-Homepage, wo der Fahrplan schon seit Tagen im Netz steht.

Und vor Ort? Vor Ort, also in den Haltestellen und Bahnhöfen war am Freitag weitgehend der neue Fahrplan der Busse ausgehängt, in Neukirchen bei Lambach habe ich allerdings keinen Hinweis vorgefunden, war allerdings nicht in der grindigen Unterführung, in der Garnitur der Haager Lies lagen die neuen Fahrpläne auf…

Ab 7.1.2010 gibt es dann jedenfalls einen neuen verbesserten wunderbaren Busfahrplan, der noch besser sein wird als der Ersatzfahrplan ab 13.12.2009.

„Gespannt“ darf man sein, wie sich die neuen Umsteigerelationen in Neukirchen bei Lambach und beim Lambacher Bahnhof bewähren.

Der Ersatzkurs für den „SchülerInnenzug“ nach Wels sollte in Neukirchen bei Lambach um 6.48 ankommen, wo mittels kurzfristiger Fahrplanänderung auf den REX 1659 Richtung Linz umgestiegen werden kann, der um 6.54 abfährt. Bei diesem Zug wurde dafür – des nachfolgenden Schnellzuges wegen – der Halt in Schwanenstadt gestrichen, sicher zur Freude all jener Menschen, die bisher diesen Zug benutzen konnten und die jetzt um gut 20 Minuten früher fahren müssen.

Wer bisher mit dem „SchülerInnenzug“ nach Lambach fuhr, um von dort mit dem REX 1662 beispielsweise nach Vöcklabruck zu gelangen, kommt jetzt entweder um gut 40 Minuten später an oder muss schon über eine Stunde früher von Haag abfahren. Abhilfe könnte hier nur ein Halt des genannten REX in Neukirchen schaffen, den es aber bis dato nicht gibt. Ich nehme an, dass sich dieser Halt – so man es wollte – einrichten ließe, zwar nicht so ohne Weiteres, weil das Fahrplangefüge einer Westbahn ein ziemlich fragiles Konstrukt ist, aber doch…

Auch so eine Sache: Andreas Stahrl, Aktivist für den Erhalt der Haager Lies, hat ja auch schon davon gesprochen, dass bisherige Bahn- und ÖV-NützerInnen aufs Auto umsteigen müssen, wenn die Haager Lies eingestellt wird. Aber Hauptsache, der blöde Zug fährt nicht mehr.

Hoffentlich passiert in Neukirchen bei Lambach kein Unfall, kommt kein Schüler, kein Kind oder sonstiger Fahrgast unter die Räder. Für größeres Fahrgastaufkommen ist diese Haltestelle jedenfalls in beiden Richtungen ungeeignet. Zudem könnte auch die grindige Unterführung zum unbefugten Überschreiten der Gleise verleiten, falls jemand auf der „falschen Seite“ (aus Haag Ri. Sbg und umgekehrt) ankommt oder bei Gleiswechselbetrieb. Da schaut niemand mehr darauf, ob eh alles passt. Kurz vor dem REX nach Linz pfeift planmäßig um 6.51 der Railjet mit Höchstgeschwindigkeit durch. In beiden Richtungen fahren während des gesamten Tages schnelle Züge mit etwa 120 bis 140 km/h durch und auch die langsameren, aber sicher auch um die 100 km/h schnellen Güterzüge sind hinsichtlich der Sogwirkung nicht zu unterschätzen.

In Lambach oder Wels verläuft das Umsteigen zumindest hinsichtlich der Gefahr einer Konfrontation zwischen Zug und Mensch geordneter, gesicherter.

Und dann auch noch die sich abzeichnenden Ungewissheiten bei Verspätungen beiderseits: die Züge Richtung Linz oder Salzburg können bestenfalls kurz warten, die Anschlussbusse schätze ich hinsichtlich Abwartens als Hasardspiel ein, zumal die Fahrzeiten sehr optimisch angesetzt sind. Was tun, wenn der Bus in Neukirchen um 8.15 eintrifft und nicht ersichtlich ist, ob der Zug um 8.14 planmäßig gefahren ist? Warten in Neukirchen ist öd, doch den Zug in Lambach jedenfalls nicht erreichen, auch. Was tun?

Ganz ganz toll auf jeden Fall: bereits ab 25.12.2009 gelten auf den Bussen nur mehr Verbundfahrausweise, d.h. nur mehr Vorteilscard Senior, Familie und die VC für Menschen mit Handikap werden anerkannt. Da kommt Freude auf bei allen VC-Classic-InhaberInnen und den InhaberInnen der VC unter 26, die älter sind als 20 (der Alterszusatz hängt mit dem Jugendtarif im OÖVV zusammen, der ab 1.1. gilt). Nach Kleinreifling – Selzthal nun die zweite Bahnstrecke mit OÖ-Bezug binnen kurzer Zeit, wo der ohnedies erkaufte Ermäßigungsanspruch für die Würscht ist.

Aus dem SEV wird also schon mit 25.12. ein verstärktes Angebot auf einer bestehenden Buslinie. Weg mit der Erinnerung an den blöden Zug.

Apropos Erinnerung: In den letzten Tagen und Wochen waren vermehrt Freunde und Freundinnen der Eisenbahn auf der Haager Lies unterwegs, desgleichen BewohnerInnen der Gegend, die nochmals mit der Haager Lies fahren wollten.

Ich habe, bei meinen letzten Fahrten am Freitag, eine Familie getroffen, wo der Mann erzählt hat, dass er jetzt 30 Jahre neben der Haager Lies gewohnt hat, aber nie damit gefahren ist. Auch Frau und Mutter waren nur sporadisch mit der Lies unterwegs, und mit den Eisenbahnfahrten der etwa 10-jährigen Tochter war es auch nicht sehr weit her. Ich hatte im Gespräch den Eindruck, dass die Benützung des Autos so selbstverständlich war für den Mann – auch für die beiden Frauen, aber vor allem für ihn – dass es in seinem Fall gar nicht am wenig berauschenden Angebot lag, warum die Eisenbahn nicht genutzt oder wenigstens ernsthaft in Erwägung gezogen wurde.

Diese Feststellung war insofern interessant, als ich damit bemerkt habe, dass es abgesehen von Menschen, für die es eine Erniedrigung bedeuten würde, sich in ein öffentliches Verkehrsmittel zu setzen, weil sie sich damit dem Verlust ihres „automobilen“ Rückhaltes aussetzen würden, und Menschen, denen immer wieder neue Gründe einfallen, warum es doch nicht zumutbar ist, den Bus, den Zug, die Straßenbahn oder das Fahrrad zu nehmen sowie Menschen, die ganz offen der Bequemlichkeit des eigenen Fahrzeuges anheim fallen oder Menschen, die nach Prüfung des ÖV-Angebotes und/oder Verschlechterungen respektive nachhaltig schlechten Erfahrungen (wieder) mit dem eigenen Fahrzeug unterwegs sind, offenbar auch Leute gibt, für die das Auto einfach „selbstverständlich“ ist, punktum.

Und die rege Teilnahme an den Sonderfahrten nach Linz, deren es drei gab, war vermutlich nicht nur vom Wunsch nach einer attraktiven Eisenbahnverbindung beseelt, sondern auch Ausdruck der Teilnahme an einer Vergnügung außerhalb des Alltags, wozu Zugfahren offenbar für viele Menschen inzwischen gehört.

Dennoch lässt sich mit ziemlicher Bestimmtheit sagen, dass die Haager Lies nicht zuletzt auch des schlechten Angebotes wegen vor die Hunde gegangen ist.

Ein Kapitalfehler war sicherlich, dass den tollen neuen 2-System-Triebwagen (Stern & Hafferl: ET 25103 und 25104, ÖBB: Reihe 4855) vor 20 Jahren weder ein Ausbau der Strecke auf eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 60 mit V/max von 80 gefolgt ist, noch eine schrittweise Erweiterung des Angebotes, wenigstens bis Wels, gefolgt ist.

In den letzten Jahren war es nur mehr während der Landesausstellung rings um den Kohlenabbau im Hausruckviertel möglich, an Sonn- und Feiertagen zwecks Ausflug nach Haag am Hausruck zu gelangen. Und für Ausflüge mit Ziel Haag am Hausruck, um dann von dort am frühen Abend mit dem einzigen Zug nach Lambach bzw. Wels zu fahren, fand ich mir zuwenig lohnende Ausgangspunkte. Ja, ich habe diese Gegend des Hausrucks in den letzten Jahren sträflich vernachlässigt, mea culpa, Asche auf mein Haupt, und darum fuhr ich eher von Braunau über Steindorf nach Linz als sonntags mit der Haager Lies. Ich wäre ohne den fahrplanidiotischen Zwang, sonn- und feiertags nur von Haag nach Wels bzw. Linz fahren zu können, sicher öfter gefahren. Die Strecke ist (oder war!) wie mir vor allem bei meinen vorletzten Fahrten am 23.11. – einen Tag vor der Frozine-Sendung – bewusst wurde, ein erlebenswertes Kulturgut, zumindest für jemand, der das Schauen noch nicht verlernt hat.

Was passiert nun mit der Strecke? Stern & Hafferl hatten den ihnen gehörigen, nicht westbahntauglichen Montafoner Triebwagen am 11. Dezember schon abgezogen. Die beiden den ÖBB gehörenden 2-System-Triebwagen – einer davon war zuletzt nach einem Unfall abgestellt – sollen angeblich zwischen Attnang und Kammer-Schörfling Verwendung finden, das wäre sicher gescheiter, als unter Fahrdraht mit Dieseltriebwagen zu fahren. Und die Haager Lies? Wird es gelingen, den neuen Landesrat Kepplinger davon zu überzeugen, dass eine elektrifizierte Regionalbahn mit bisher nicht ausgeschöpftem Fahrgastpotenzial – davon konnte bislang wirklich keine Rede sein, auch wenn im Einzugsgebiet der Haager Lies keine Massen wohnen – wieder in Betrieb genommen werden soll? Dass, um gleich ins Schwärmen zu kommen, anstelle einer Einstellung und Umstellung auf Busverkehr die Haager Lies nach Pram weitergeführt werden soll und in noch fernerer Zukunft mit der Lokalbahn Neumarkt – Waizenkirchen verbunden werden sollte? Dass die Haager Lies mit zwei GTW jener Bauart, wie sie auf der LILO Verwendung finden, gut fahren würde? Dass es sinnvoll wäre, die Eisenbahn zu einer Landesbahn zu machen und beispielsweise die Instandhaltung – nach der erforderlichen gründlichen Sanierung und Verbesserung – ähnlich wie bei den Waldviertler Schmalspurbahnen den Straßenmeistereien zu überlassen?

Auch die Mühlkreisbahn pfeift fahrzeitmäßig auf dem Abschnitt von Kleinzell bis Aigen aus dem letzten Loch, die ÖBB, vielleicht auch noch immer verärgert wegen der Debatte um den Regio-Liner, die ersatzweise Straßenbahn nach Aigen-Schlägl, halten die Strecke befahrbar, mehr nicht. Also wurden die Fahrzeiten im oberen Streckenabschnitt deutlich verlängert. Das zusätzlich Traurige daran: noch nie hatte die Mühlkreisbahn einen so guten Fahrplan, was das Angebot anlangt. Und anstatt sich zu einem – gemeinsamen – Kraftakt aufzuraffen, was hieße: die Strecke von Aigen bis Linz-Urfahr in einen zeitgemäßen Zustand zu versetzen, wird ein theoretisch gutes Angebot bestellt und bezahlt, das aber weder mit dem Bus noch mit dem Auto Schritt halten kann. Auch hier also wieder: das beliebte Dahinwurschteln. Und dann sperren wir halt zu – oder fahren, wie kurzfristig abgeändert, in Öpping mit den meisten Zügen durch, weil dort ein gefahrloser Ausstieg mit den neuen Triebwagen nicht mehr möglich ist (worüber man bisher anscheinend hinweggesehen hat, denn bis Fahrplanwechsel blieben ja auch die DESIRO in Oepping stehen)

Dazu Zitate aus den OÖN vom 15.12.2009 „Bahn wertet Haltestelle ab“:

Weil die Triebwägen der Baureihe Desiro die Türen in der Mitte haben, kann die Mühlkreisbahn in Oepping nicht mehr halten. Durch den engen Radius entsteht in der Mitte des Wagens ein Spalt von zirka 60 Zentimetern. Für gefahrloses Ein- und Aussteigen seien maximal 35 Zentimeter zulässig. Aus diesem Grund gibt es jetzt anstatt der insgesamt 24 Stopps nur mehr sechs mit Triebwägen der „alten“ Baureihe 5047. Ab Oepping ist eine Fahrt in den Zentralraum erst ab 9.43 möglich.
Dazu eine Anmerkung: die Haltestelle Oepping liegt, wie im Artikel angedeutet, in einem Bogen und war auf „alte Fahrzeuge“ ausgerichtet. Die 5047 sind knapp 25 m lang, die Einstiege befinden sich an den Stirnseiten, wodurch der Abstand zum Bahnsteig gering bleibt. Der DESIRO ist im Gegensatz zum „kompakten“ 5047er ein Gelenktriebwagen, d.h. er besteht aus zwei mit einem Gelenk verbundenen Teilen und ist insgesamt knapp 42 m lang. Die beiden Türen sind, im Gegensatz zur Reihe 5047 und auch zu den fallweise noch im Einsatz befindliche Schlierenwaggons, zur Fahrzeugmitte hin verschoben, wodurch trotz des beweglichen Gelenks der Abstand zwischen Ausstieg und Kante des im Bogen liegenden Bahnsteiges zu groß für ein sicheres gefahrloses Aussteigen ist.

Von Seiten der ÖBB heißt es dazu: „Eine kurzfristige bauliche Lösung ist derzeit nicht absehbar. Als Ersatz für die nunmehr fehlenden Zughalte dient das Busangebot ausgehend von der Haltestelle „Oepping Bahnhaltestelle“, sagt Bahnsprecher Mario Brunnmayr. Die Gemeindepolitik läuft Sturm und bekräftigt die Mutmaßungen, die schon länger im Raum stehen, die ÖBB wollen die Mühlkreisbahn aushungern: „Es ist einfach eine Frechheit von den ÖBB. Die haben 100 Jahre lang geschlafen. Neue Triebwägen anzuschaffen und dann sagen, dort und da können wir nicht mehr stehenbleiben, hat mit Weitblick nichts zu tun“, sagt Oeppings Bürgermeister Wilhelm Peinbauer (VP). Auch für die SP ist in dieser Sache das letzte Wort noch nicht gesprochen: „Wir können diese Situation nicht einfach hinnehmen. Es muss eine rasche Lösung geben“, sagt Willibald Pöschl (SP). Dabei geht es keineswegs um die Oeppinger alleine: „Es betrifft alle Gemeinden von Peilstein bis Kollerschlag“, sagt Peinbauer und wiederholt die These, die in den vergangenen Wochen so oft aufgetaucht ist: „Die wollen die Mühlkreisbahn aushungern und dann sowieso zusperren.“ An der Sinnhaftigkeit der Mühlkreisbahn zweifelt Peinbauer nicht: „Das ÖBB-Schnupperticket der Gemeinde wird sehr gut angenommen.“
Aus einem weiteren Artikel vom 15.12. mit dem Titel „Pemperlbahn“:

„Seit Jahren fordern Lokalpolitiker aller Coleur die Attraktivierung der Mühlkreisbahn. Zuletzt waren es die Anrainerbürgermeister der Mühlkreisbahn, die für die Bahn Partei ergriffen. Die Angst der Ortschefs, dass hinter der stetigen Verschlechterung System steckt, ist nachvollziehbar. Fest steht, dass die Mühlkreisbahn immer mehr zur „Pemperlbahn“ verkommt und man sich in den Entscheidungsgremien aufeinander ausreden. Die ÖBB warten auf ein klares politisches Bekenntnis und die Politik verlangt von den ÖBB, Geld für die Nebenbahnen locker zu machen.“

Wir sperren zu!, wir sperren zu!, wir sperren zu? Pürnstein ist schon weg – auch dort hätte man umbauen müssen, auf den 5022-gerechten Umbau von Oepping hat man trotz wochenlanger Streckensperre im Sommer – wegen Witterungsschäden im Mühltal – großzügig verzichtet, ursprünglich wollte man auch so weitermachen wie bisher, doch dürfte irgend jemand bei den ÖBB die „Notbremse“ gezogen haben, von wegen Haftung wenn etwas passiert. Die 5022 werden im 0:0 Betrieb gefahren, da hilft nur in Ausnahmefällen der Tfz-Führer beim Aus- oder Einsteigen.

Positive Veränderungen im Fahrplan, Nachtzug nach Aigen….

Almtalbahn: Hinweis auf Direktverbindungen, mehr Züge bis Sattledt, durchgehender Takt auch an Sonn- und Feiertagen!

Pyhrnbahn: Seit 13.12. ist nun endlich das Samstagabendloch ab Linz Hbf gestopft. Der letzte Zug fährt wieder später, um 23.06 und täglich.!

Stern & Hafferl: Angebotsverbesserungen, bessere Vertaktung und spätere Züge in den Relationen Vöcklamarkt – Attersee, Lambach – Vorchdorf-E. und Vorchdorf-E. – Gmunden Seebahnhof

Mattigtalbahn: 1-Stunden-Takt an A, alle zwei Stunden Durchbindung bis Salzburg bzw. Taxham Europark. Damit zusammenhängend enden in Steindorf nunmehr alle 2 Stunden von Linz bzw. Attnang kommende Züge, es muss dann in die Braunauer Züge umgestiegen werden. Das gleiche gilt natürlich auch für die Gegenrichtung. Bei Verspätungen der Züge aus Richtung Attnang Salzkammergutbahn: die angepriesenen Verbesserungen bei der Durchbindung der Züge haben nicht ganz der Wahrheit entsprochen, sorry, es gibt jetzt wieder mehr Umsteigebeziehungen, vor allem an Wochenenden.

Die nächste und letzte Folge der Wegstrecken für 2009 am 29.12.2009 wird vor allem den Mitschnitt eines weiteren Vortrages des Salzburger Verkehrstage 2009 bringen, Direktor Peter Vollmer, Verband Öffentlicher Verkehr/Schweiz, sprach sehr animierend über „Grosse Sprünge dank einer neuen ÖV-Finanzierung im Nahverkehr?“.