Gudrun Axeli-Knapp: „Trans-Begriffe“, „Paradoxie“ und „Intersektionalität“: Veränderungen im Vokabular feministischer Gesellschaftsanalyse

Sendereihe
Innsbrucker Gender Lectures
  • Gudrun Axeli-Knapp:"Trans-begriffe", "Paradoxie" ... Veränderungen im Vokabular feministischer Gesellschaftsanalyse
    100:29
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Elisabeth Sandler: "LGBTQ+-Inklusion an Universitäten: Zeugnisse und Empfehlungen aus der „Out at Cambridge“ Studie"
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Michelle Cottier: „Elternschaft im Recht jenseits von Heterosexualität und Zweigeschlechtlichkeit als Norm“
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Libe García Zarranz: “Paradoxical Worldings: Reflections on Feminist and Trans Cultures Today”
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Hanna Hacker: "Avantgarde und Kollektivität: Feministischer Aktivismus revisited"
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Renate Bitzan: "Frauenaktivitäten, Frauenbilder und vermeintlicher Feminismus in der rechten Szene der Bundesrepublik Deutschland"
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Ilona Horwath: "Von digitaler Gleichheit und algorithmischen Differenzen"
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Leonhard Dobusch: "Offenheit als Organisationsprinzip - Offen für Diversität oder Exklusion durch Offenheit?"
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Sabine Hark: "Wer hat Angst vor Gender Studies? Über Feminismus, Gender und die Zukunft der Geschlechterforschung in neo-reaktionären Zeiten."
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Jean Paul: „Family impacts when a parent has a mental illness: understanding and developing child-focused support in Tyrol, The Village Project"
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Silke Schicktanz: "Repro-Kult: Leihmutterschaft zwischen Ethik, Recht und Geschlechterperspektive"

1. Innsbrucker Gender Lecture
Sommersemester 2009

Gudrun Axeli-Knapp: „Trans-begriffe“, „Paradoxie“ und „Intersektionalität“: Veränderungen im Vokabular feministischer Gesellschaftsanalyse

Wenn es darum geht, gesellschaftliche Veränderungen zu begreifen, ist ein Blick auf die Konzepte, mit denen Gegenwartsdiagnostik oder Gesellschaftsanalyse betrieben wird, aufschlussreich. Dies gilt auch für die feministische Gesellschafts- und Kulturanalyse, deren Terminologie sich seit einigen Jahren merklich verändert hat: Auffallend ist zum ersten die Konjunktur von Komposita mit der Vorsilbe „trans-“ (transnational, translokal, Transfergeschichte etc.), die auf eine verstärkte Auseinandersetzung mit tradierten Formen der Grenzziehung hindeutet. Die Rede von „Paradoxien“ scheint auch in den Sozialwissenschaften früher gebräuchliche Wendungen, etwa den Begriff des Widerspruchs, allmählich zu ersetzen. „Intersektionalität“ ist zu einem Kürzel für perspektivische Erweiterungen in der feministischen Theorie und Forschung geworden. Wofür stehen diese Verschiebungen, was machen sie auf neue Weise sichtbar, was wird durch sie verdeckt?

Live-Mitschnitt der Veranstaltung. Aus technischen Gründen konnten im Diskussionsteil die Fragen aus dem Publikum nicht aufgezeichnet werden – die Antworten sind aber trotzdem zu hören!

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