• Pensionsreform 2003 oder wie Alt-Werden in Österreich immer mehr zu einem Risiko gemacht wird!
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Mit der angekündigten Pensionsreform verspricht die Bundesregierung der österreichischen Bevölkerung eine Erhöhung der Lebensarbeitszeit durch Aufhebung der vorzeitigen Alterspensionen und eine massive Kürzung des Rentenniveaus durch wesentlich längere Durchrechnung – statt 15 Jahren wie bisher 40 Jahre, geringeren Steigerungsbetrag, Nichtvalorisierung der Pension im ersten Pensionsjahr und höhere Abschläge bei Frühpensionen. Die Bundesregierung kürzt aber nicht nur die Pensionen, sie liefert auch noch die von ihr gewünschte Sichtweise dieser Maßnahmen gleich mit. Mit ihren Maßnahmen verarmt sie nicht die künftigen Pensionisten, nein sie sichert deren Pensionen, wenn sie die aktiv Beschäftigten in Hinkunft länger arbeiten lässt und ihnen dann im Vergleich zu heute weniger an Pension auszahlt. Denn dass eine Erhaltung der zukünftigen Pensionisten auf bisherigem Niveau in Zukunft nicht mehr leistbar ist, wenn die Alten immer länger leben und immer mehr werden, während die Erwerbstätigen im Verhältnis dazu abnehmen, das müsse jedermann klar sein. Eine kritische Anfrage derart „Was ist denn das für eine Wirtschaft, in der man für höheres Alter mit mehr Armut büßen muss?“ braucht sie nicht zu fürchten, auch keine Zweifel an der Überlegenheit einer Wirtschaftsweise, die die Erhaltung eines Pensionisten durch zwei oder gar nur einen Erwerbstätigen ungeachtet aller sonst so gerne als Erfolgsausweis der Wirtschaft angeführten Produktivitätssteigerungen als nicht leistbares Schreckgespenst an die Wand malt. Stattdessen bricht in der Republik bei voller Einigkeit über die Notwendigkeit einer Pensionsreform eine Debatte über Schnelligkeit und soziale Verträglichkeit der geplanten Maßnahmen aus.

Was man aus der Pensionsreform über den Zweck von Staat und Ökonomie lernen kann und was von den allseits geteilten Begründungen ihrer Notwendigkeit zu halten ist, das ist das Thema der Sendung.
Der vollständige Text zur Sendung befindet sich auf der Homepage www.gegenargumente.at