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Zu Gast bei Daniela Schopf und Erich Klinger in der vorletzten Frozine vor der Sommerpause (in der allerdings ausgewählte Sendungen wiederholt werden) waren mit Edith Friedl, Architekturhistorikerin und Andre Zhogoly, Soziologe, Musiker und Kulturaktivist zwei streitbare Geister, die jeweils auf ihre Art versuchen, sich in Linz einzumischen.

Dazu ein Zitat aus einem Facebook-Eintrag von Edith Friedl:

„Ich versteh das nicht:
Jetzt haben wir mitten in Linz eine Kunstuniversität mit starkem Schwerpunkt im Architekturbereich (Architektur, Raum&Design, Architektur&Urbanistik) und es gibt null Reaktion aus dem ‚kreativen Elfenbeinturm’, wenn sich in seiner unmittelbaren Nähe architektonischer und städtebaulicher Krampf aufbaut.
Da wird beispielsweise öffentlicher Raum zur Ödnis umgestaltet; da schwebt die Abrissbirne über traditionsreichen Arbeitersiedlungen; da schießen völlig überflüssige Hochhäuser unkontrolliert aus dem Boden – und alle schauen zu, ohne ein Ohrwaschl zu rühren.“

Zu den Hochhäusern (in Linz) und dem Zusammenhang mit männlicher Architektur war ein kurzer Auszug aus einem Interview, das Rosi Kröll und Daniela Schopf mit Margit Greinöcker, diesjährige Gabriele Heidecker-Preisträgerin, führten, zu hören. Die Einstiegsfrage an Edith Friedl bezog sich daher ebenfalls auf die Hochhäuser….

Im weiteren Gespräch ergaben sich u.a. Standpunkte zu Öffentlichen Räumen – Stichwort „Kommerzialisierung“ – bzw. zu Interventionen mit Klängen, wo der inzwischen dazu gekommene Andre Zhogoly anschaulich Beispiele aus Graz und Attnang-Puchheim anführte (Vertreibung von Punks mit klassischer Musik; Vertreibung von Jugendlichen aus einem Park).
Gegen Ende der Sendung kam es zu einer Debatte zwischen Edith Friedl und Andre Zhogoly über die nach Meinung von Friedl fehlende Einmischung seitens der Kunst-Universität bzw. der StudentInnen und Lehrenden. Leider hinderte uns diese Debatte daran, die Sendung nach den Regeln der Frozine abzuschließen, also mit der klassischen Abmoderation, was wir nicht bedauern, und leider fehlen die anschließenden Minuten der „Überziehungszeit“ in dieser Aufnahme.

Daniela Schopf, Erich Klinger