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Westring – Investionen von morgen für eine Verkehrspolitik von vorgestern

In Folge zwei der verkehrspolitischen Reihe mit Linz-Bezug im Magazin „Frozine“ habe ich mit meinen Gästen über ein Straßenverkehrsprojekt gesprochen, das seit Jahren von ÖVP (Hiesl, Pühringer) und SPÖ (Dobusch, Luger) mit einem Eifer und einer Beharrlichkeit vorangetrieben wird, die man sich für den Ausbau des Öffentlichen Verkehrs und eines alltagstauglichen Radwegenetzes leider nur wünschen kann.

 Auf einer Skala für verkehrspolitische Unvernunft müsste das Projekt A26/Westring meines Erachtens ganz oben stehen: alleine schon die absehbare zusätzliche Umweltbelastung durch Bau und vor allem Betrieb dieser Verkehrsachse spricht dagegen. Einmal abgesehen davon, dass wir uns weder von den vorhandenen Mitteln her noch von verkehrspolitischen Zielsetzungen, die nicht an den Interessen von Autolobby bzw. Straßenbaufirmen orientiert sind, leisten können, soviel Geld für ein in jeglicher Hinsicht “hirnrissiges” Projekt zu vergraben.
Im Sinne einer “subjektiven Berichterstattung” habe ich mir neuerlich erlaubt, GegnerInnen dieses Projektes ausführlich zu Wort kommen zu lassen, auch im Sinne einer Gegenöffentlichkeit zu den medialen Plattformen, deren sich die BefürworterInnen bedienen können

Gäste im Studio: Leo Furtlehner (KPÖ), Gerda Lenger (Grüne), Eveline Brummeier und Alfred Jäger von der BürgerInnen-Initiative gegen den Westring.

In den drei Fragen/Gesprächsrunden ging es vorerst um den Ist-Zustand, also den derzeitigen Stand des Projektes bzw. der Handhabung der Einsprüche dagegen, auch um grundsätzliche Positionen zu einer Verkehrspolitik, die ein derartiges Projekt durchziehen möchte. Weiters um Alternativen zum Westring bzw. wiederum zu einer Verkehrs- und Gesellschaftspolitik, die derartige Projekte „gebiert“. Und letztlich ging es darum, ob und unter welchen Voraussetzungen der Westring zu Fall gebracht werden kann bzw. als gescheitert anzusehen wäre.

 Links zum Thema folgen demnächst.
(Erich Klinger, 25.04.2013)
Als Vorspann zur wiederum sehr aufschlussreichen, informativen Studiorunde stand jedoch ein kleiner, aber feiner Beitrag zum seit Dienstag laufenden Filmfestival Crossing Europe auf dem Spielplan.
Zum zehnten Mal steht Linz für einige Tage im Zeichen des Europäischen Films. Im Rahmen des Kultur- und Bildungskanals senden Radio FRO während des Festivals (23.-28.4.) von 17-17:30 „Kino für die Ohren“. Das FROzine wirft im Laufe dieser Woche zusätzlich Schlaglichter auf die „Menschen hinter Crossing Europe“. Das Team der Sendung „Herzblut“ hat fünf kurze Beiträge gestaltet, in denen sich MitarbeiterInnen des Festivals vorstellen. Heute war das die Filmemacherin Luzi Katamay.

Die weiteren Sendungen der verkehrspolitischen Reihe:

2. Mai, 18 bis 18.50 Uhr

“Alltägliche Fortbewegung in Linz für Menschen mit eingeschränkter Beweglichkeit” Gäste: Günter Hochegger, Karin Holzmann (Selbstbestimmt Leben Initiative OÖ), Ferdinand Kühtreiber (Blinden- und Sehbehindertenverband OÖ)

9. Mai, 18 bis 18.50 Uhr

“Verkehrskonzepte für den Öffentlichen Verkehr der Zukunft im Großraum Linz” Gäste: Ulrike Schwarz (Grüne), Michael Schmida (KPÖ), Hans Hörlsberger (Verkehrsaktivist), ein Vertreter der Initiative für Nachhaltige Mobilität (INAMO). Eingeladen, jedoch noch nicht fix:  Peter Baalmann (Fahrgast OÖ).

16. Mai, 18 bis 18.50 Uhr

“Räume für Menschen – Szenarien für eine Stadt, die sich am menschlichen Maß orientiert und nicht am Platzverbrauch der Autos” Gäste: Gerda Lenger (Grüne), Gerlinde Grünn (KPÖ), Hans Hörlsberger (Verkehrsexperte), Gerhard Prieler seitens der Initiative Fahrrad OÖ.

 

 Sendungskonzept sowie Moderation: Erich Klinger