• beuchsnradio_maerz_2013_earth_objects
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Eine Sendung in Zusammenarbeit mit Nabil AHMED, Susan KELLY und Susan SCHUPPLI
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Die BÜCHS’N’RADIO-Sendung im März beschäftigt sich mit Topologie als Objekt und Methode zur Untersuchung physischer und politischer Territorien. Nach Ansicht des italienischen Theoretikers Sandro Mezzadra hindert uns die Vorstellung einer Festung Europa daran, die komplexen Kräfte, die in den Migrationsströmungen unserer Zeit wirken, zu erkennen. Das Begreifen dieser Räume, so Mezzadra, stellt sowohl eine politische wie auch eine ästhetische Herausforderung dar und erfordert eine Verschiebung von einem topografischen hin zu einem topologischen Verständnis. Wie könnten ästhetische und objektorientierte Herangehensweisen an Raumproduktion ein anderes Verständnis dieser komplexen Territorien ermöglichen?

Im Mittelpunkt der Sendung steht ein Seminar, das vergangenes Jahr im Rahmen des Fellowships der Künstlerin Susan KELLY im Künstlerhaus Büchsenhausen stattfand. Ihre Gäste waren zwei Mitglieder vom „Centre for Research Architecture: A Laboratory for Critical Spatial Practice“ am Goldsmiths College in London: Nabil AHMED und Susan SCHUPPLI. Der Künstler und Autor Nabil AHMED untersucht das Ereignis eines Zyklons in Bangladesch als eine Kraft, die es vermag, politische Rahmenbedingungen neu zusammenzusetzen. Die Künstlerin und Kulturtheoretikerin Susan SCHUPPLI macht sich anhand einer forensischen Analyse von Staubpartikeln des eingestürzten World Trade Centers in New York Gedanken über diesen Raum, dieses Ereignis und die dadurch ausgelösten politischen Resonanzen. Das Seminar nähert sich insgesamt auf unterschiedliche Weisen der Frage, wie solche Erdobjekte einen alternativen Weg zur Erfassung der in den gegenwärtigen politischen Räumen Europas wirkenden topologischen Kräfte weisen könnten.