• 20101222kundgebungwikileaks
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(recorded by Gerhard Kettler, ORANGE 94.0 / remasterd by Manfred Krejcik, Red. Netwatcher)

Date: 2010-12-20T15:07:34


Freiheit fuer Julian Assange: Kundgebung 2010 12 22 Wien

Lassen sie am Mittwoch, den 22. Dezember um 18 Uhr die Punschstände der Wiener Innenstadt links liegen. Begeben Sie sich zum Startfeld am Schwarzenbergplatz und werfen Sie dort ein paar Euro für Knicklichter ein. Bringen Sie statt Kerzen rote Gewänder und Brülltüten mit, um diese msg zu übermitteln: Freiheit für Julian Assange!
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ALARMSTUFE ROT: Wir wollen auffallen! Bitte erscheint in Rot oder zumindest mit roten Mützen, Schals, Handschuhen, Umhängen ... Warum Rot? Wir wollen ein starkes Signal setzen: Wenn etwa internationale Unternehmen uns in unserer Handlungsfähigkeit und Meinungsäußerung einschränken, indem sie unsere Spenden an WikiLeaks einfrieren, dann herrscht tatsächlich Alarmstufe ROT

LICHTERMEER: Wir werden an Ort und Stelle rote Knicklichter verkaufen (Preis: 1,- Euro), die wir im Rahmen der Veranstaltung kollektiv aktivieren bzw. knicken werden und damit ein Zeichen der Solidarität für WikiLeaks und unsere demokratischen Rechte setzen. WIICHTIG! Bitte nehmt keine Kerzen mit, da wir der Stadt Wien sonst hohe Strafen für die Reinigung des Wachs, das auf den Boden tropft bezahlen müssten!

SPENDEN FÜR WIKILEAKS: Wir wollen WikiLeaks auch finanziell unterstützen und werden zu diesem Zweck Knicklichter für unser Lichtermeer zu je 1,- Euro verkaufen. Der Reinerlös geht zur Gänze an WikiLeaks. Wichtig: Sämtliche Einnahmen und Ausgaben des Abends werden offengelegt - Ihr erfahrt auf dieser Seite, was mit jedem einzelnen Cent geschieht.

BESCHREIBUNG DER KUNDGEBUNG: Wenn wir zur Kundgebung für Meinungsfreiheit, Wikileaks und Julian Assange aufrufen, dann rufen wir damit zur Kundgebung für freie Information und gegen staatliche Zensur auf. Es geht schon längst nicht mehr nur um Wikileaks allein, es geht um den Umgang von Staaten und Wirtschaftsriesen mit unserer Informations- und Meinungsfreiheit.

Unsere Justizministerin sagte zu Der Standard, dass Veröffentlichungen wie auf WikiLeaks in Österreich „theoretisch Illegal“ wären. Damit zeigt sie wieder einmal mehr, dass es in Ministerämtern nicht mehr um Qualifikation geht, sondern nur noch um die richtigen Seilschaften. Nichts an Wikileaks ist illegal, denn hier wurden Informationen zugespielt und veröffentlicht, wie es im Journalismus seit Jahrzehnten Usus ist. Daran darf sich auch nichts ändern!

Millionen von Menschen starben im 20. Jahrhundert, damit man das System faschistoider Überwachung überwinden konnte und den Menschen ein Recht auf das Äußern der freien Meinung innerhalb einer demokratischen Gesellschaft leben kann - dieses Recht dürfen wir uns jetzt nicht wieder nehmen lassen!

Die Furcht der Politiker vor Wikileaks ist nicht unbegründet, wurden doch durch die aktuellen Cables Vertuschungen, Korruption und pure Respektlosigkeit aufgedeckt - und damit befinden wir uns erst an der Spitze des Eisbergs, denn es wurden noch weit nicht alle Cables veröffentlicht wurden. Wir haben ein Recht darauf zu erfahren, was hinter den Kulissen gesprochen wird.

Der Gründer von Wikileaks, Julian Assange, ist derzeit wegen des Verdachts auf sexuelle Straftaten in Untersuchungshaft. Dieser Umstand wird von der US-Administration benutzt, um fieberhaft an einer Möglichkeit zu arbeiten, wie man Großbritannien oder Schweden dazu zwingen kann, Assange auszuliefern.

US-Amerikanische Politiker (S. Palin, M. Huckabee) und Medien (FOX News) fordern offen seine Auslieferung und stellenweise sogar seine Hinrichtung oder "informelle" Ermordung wegen „Landesverrats“ (Assange ist australischer Staatsbürger). Sind das die Werte einer freien, gefestigten demokratischen Gesellschaft?

Deshalb rufen wir Euch alle auf, am 22.12. um 18.00 Uhr am Schwarzenbergplatz (beim Hochstrahlbrunnen) ein weithin sichtbares Zeichen zu setzen, dass wir Wikileaks und unsere demokratischen Rechte aktiv verteidigen!

Quelle: http://www.quintessenz.at/d/000100008770

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Radio Netwatcher
Produziert am:
26. Dezember 2010
Veröffentlicht am:
26. Dezember 2010
Thema:
Politik Technologie_Politik
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RedakteurInnen:
Gerhard Kettler, Manfred Krejcik
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Manfred Krejcik
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